Empfehlungsliste Festzins- und Sachwertanlagen

Geldanlage_Übersicht_082017.pdf

Risikohinweis: Dieses Dokument stellt eine unverbindliche Werbemitteilung dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot im Sinne der gesetzlichen Vorgaben dar. Bei dieser Übersicht handelt es sich um eine unverbindliche Kurzinformation und kann eine anlegerbezogene Beratung nicht ersetzen.  Alle Angaben unverbindlich und ohne unser Obligo. Irrtum ausdrücklich vorbehalten.


Hin und her macht Taschen leer

Wie man durch häufige Wechsel sein Vermögen zerstören kann

Quelle: ID 54336027 © Pablo Hidalgo | Dreamstime.com - Close up shot of man holding out his empty pockets

 

 

 

 

 

 

 Es macht sich in Finanzdingen bezahlt, einen langen Atem zu haben. Umgekehrt kann man sich durch häufiges Ändern seiner Finanzstrategie selbst in den Ruin treiben. Dies gilt für fast jede Form der Anlage und auch in anderen Finanzbereichen. Das häufige Umschichten oder Ändern der eigenen Strategie kann viele Ursachen haben, von denen viele nur allzu verständlich sind, wie z.B.:

 Liquiditätsengpässe

  • Neue Anlageidee
  • Anlagen entwickeln sich schlechter als erwartet
  • Neue private Situation (Hausbau, Kinder, Selbständigkeit)

 Dennoch ist ein Wechsel der Anlagen oder Strategien nur selten sinnvoll. Im Folgenden finden sich ein paar Beispiele, die auch erklären, warum das so ist.

 

 1. Aktien

Quelle: ID 6688846 © Erdal Bayhan | Dreamstime.com - Breaking point for stocks

 

 

 

 

 

 

 Von dem berühmten Börsenhändler André Kostolany ist eine Anekdote überliefert, bei dem sein Fahrlehrer dem Fahrschüler Kostolany vorwarf, er würde nie vernünftig Auto fahren können. Nach dem Grund gefragt, antwortete der Fahrlehrer, Kostolany würde immer nur auf die Motorhaube schauen. Stattdessen solle er den Kopf heben und dreihundert Meter voraus auf die Straße schauen. Genauso verhält es sich mit der Börse, so Kostolany. Die meisten Anleger würden nur auf die Motorhaube starren, sich aber nie vorstellen können, was in 10 oder 20 Jahren passieren könne. Genau das muss aber ein guter Anleger können. Aktienkurse können sich recht volatil in beide Richtungen bewegen. Wer da zu falschen Zeitpunkt kauft oder verkauft, realisiert oft Verluste oder verpasst Höhenflüge. Besser ist es manchmal, nichts zu tun. Um feststellen zu können, in welche Richtung sich eine Aktie entwickelt, muss man sich die letzten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte der Chart History anschauen, um eventuell langfristige Trends erkennen zu können. „The Trend is your friend“ lautet nicht umsonst eine weitere Börsenweisheit. Wirklich nachhaltige Kurstrends können durch technische Analyse herausgearbeitet werden. Wer einen solchen erst einmal erkannt hat, muss also nichts weiter tun, als abzuwarten. Hinzu kommt, dass jede Transaktion natürlich Gebühren kostet, an denen nur die Brokerfirmen verdienen. Die Börsenweisheit „Hin und her macht Taschen leer“ hat also auch deshalb ihre Berechtigung. Weitere Finanzweisheiten finden sie hier: http://www.binäre-optionen.eu/ratgeber/acht-boersenweisheiten/

 

2. Versicherungen

Quelle: ID 46363168 © Andrey Popov | Dreamstime.com - Insurance agent examining car after accident

 

 

 

 

 

 

Man sollte bei dem Begriff „Tarifoptimierung“ nicht gleich davonrennen. Denn tatsächlich kann es sinnvoll sein, sich den aktuellen Versicherungsbestand anzuschauen und zu bewerten. Viele Versicherungen, die vor Jahren abgeschlossen worden sind, machen aus einer eventuell veränderten Situation heraus irgendwann keinen Sinn mehr. Vor dem Hintergrund, dass das Leben seinen Gang nimmt und Veränderungen mit sich bringt (Kinder, Hausbau, Aufnahme oder Aufgabe von Selbständigkeit – um nur einige Beispiele zu nennen) droht irgendwann auch einmal eine Unter- oder Überversicherung. Aber: Es gibt auch schwarze Schafe in der Branche, die mit dem Kampfbegriff „Tarifoptimierung“ ihr Unwesen treiben. Mehmet E. Göker war einer von ihnen gewesen. Nicht jede Versicherung, die man einmal abgeschlossen hat, sollte man gleich kündigen und neu abschließen. Denn meist verdient daran nur der Tarifoptimier, der an jedem Neuabschluss verdient, während der Versicherungsnehmer oft aufgrund seines fortgeschrittenen Alters in höhere Risikoklassen eingestuft wird, für die er mehr zahlen muss, wie z.B. bei der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der privaten Krankenversicherung. Alte Tarife sind also nicht automatisch schlechte Tarife, sondern können, wenn Alter und Gesundheit eine Rolle spielen, sogar die besseren Tarife sein. Im Extremfall kann eine Umschichtung einer alten auf eine neue Versicherung sogar zu einer Klage auf Schadensersatz führen (LG Berlin, Az. 23 O 443/11) (LG Berlin, Az. 23 O 443/11).

 

3. Altersvorsorge

Quelle: ID 31172617 © Spwidoff | Dreamstime.com - Happy Senior Couple in Diningroom

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbraucherschützer geben des Öfteren den Ratschlag: Lebensversicherungen sollte man nicht abschließen, bestehende Lebensversicherungen nicht kündigen. Hinter diesem vermeintlichen Widerspruch steckt die Erkenntnis, dass die Verzinsung der Lebensversicherung in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, darunter auch die garantierte Verzinsung, die seit 2000 in mehreren Schnitten von einst 4 auf mittlerweile 1,25 Prozent abgesenkt wurde. Das heißt aber auch, dass bestehende Altverträge, die z.B. mit einem Garantiezins von 4 Prozent abgeschlossen wurden, heute als durchaus lukrativ gelten können. Denn der Garantiezins ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Hinzu kommt, dass Versicherte, die Ihre Police vor Ablauf der Laufzeit kündigen, mit hohen Stornogebühren zu rechnen haben, der ihnen mit Auszahlung des Rückkaufswertes abgezogen werden. Des Weiteren verzichten sie auf die endfälligen Schlussüberschüsse, die einen beträchtlichen Teil der Gesamtverzinsung ausmachen. Von einer Kündigung oder gar einer Umschichtung (Wechsel bei gleichzeitigem Neuabschluss) ist also dringend abzuraten. Stattdessen sollte man eine der zahlreichen Kündigungsalternativen in Betracht ziehen, wie z.B. die Beitragsfreistellung, die Beleihung oder den Verkauf auf dem Zweitmarkt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat auf ihrer Seite einige Alternativen zur Kündigung von Lebensversicherungen vorgestellt.

 

4. Kredite

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Wer einen langfristigen Kredit aufgenommen hat und mittlerweile feststellt, dass die Zinsen kontinuierlich sinken, wird sich über die hohen Kreditkosten ärgern. Grundsätzlich ist es möglich, alte Kredite durch neuere abzulösen und sich damit auch niedrige Zinsen zu sichern. Allerdings verlangt der alte Kreditgeber in solchen Fällen oft eine Vorfälligkeitsentschädigung, die möglicherweise die Ersparnisse des neuen Kredites zunichtemachen könnten. Es sei denn, im Vertrag ist ein Sonderkündigungsrecht vermerkt. Im Zweifel sollte man sich von unabhängigen Experten ausrechnen lassen, inwieweit ein Kreditwechsel sinnvoll ist. Auf keinen Fall sollte man seinen Kreditvertrag unüberlegt kündigen.

 Sollte man Anlagen und Finanzverträge oft wechseln?

 Das spricht dafür

Das spricht dagegen

Liquidität

Gebühren und sonstige Wechselkosten

Unter-/Überversicherung droht

Tragweite der Handlung oft nicht klar

Unvorhergesehene Ereignisse

Alte Verträge oft besser

 

Quellen:

 Kostolany, André: http://www.zitate.de/autor/Kostolany%2C+Andre?page=4

 Bildquellen:

  • ID 54336027 © Pablo Hidalgo | Dreamstime.com - Close up shot of man holding out his empty pockets
  • ID 6688846 © Erdal Bayhan | Dreamstime.com - Breaking point for stocks
  • ID 46363168 © Andrey Popov | Dreamstime.com - Insurance agent examining car after accident
  • ID 31172617 © Spwidoff | Dreamstime.com - Happy Senior Couple in Diningroom
  • ID 55415073 © Rido | Dreamstime.com - Buying with Credit Card

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